Krawatten

Warum eigentlich Seide?


Seide sieht edel aus, denn durch den natürlichen Glanz wird eine Farbbrillanz ohne Vergleich gewonnen. Zudem wirken Seidenkrawatten wertiger und eleganter als ihre Kollegen in Polyester.

Leider ist eine Reinigung von Krawatten nur schwer möglich. Ein Getränketropfen, schlimmer noch Sauce kann die komplette Krawatte vernichten. Deshalb ist sorgsamer Umgang mit dem edlen Halsschmuck geboten.

Nur so zum Vergleich: An einem schönen Auto gehören mittlerweile Alufelgen zum Standard. Polyesterkrawatten wirken denn auch wie Stahlfelgen.



Gut geknotet


In der Regel reicht die Fertigkeit in einem Knoten. Manchmal passt dieser Knoten nicht recht zum Hemdkragen, die Krawatte ist immer zu kurz oder modische Veränderungen erfordern unterschiedliche Varianten. Im Folgenden beschreibe ich kurz die gängigsten Varianten. Gerne zeige ich es Ihnen auch persönlich.

Einfach und schnell

 

Der einfache Krawattenknoten ist besonders gut für Anfänger geeignet. Er kommt mit wenig Schlingungen aus, ist schlank und länglich, hat eine leichte Asymetrie und ist für viele Krawatten und Hemdkragen geeignet. Bei weit auseinander stehenden Kragen sollte er nicht angewandt werden. Mit schmaler Krawatte und schlankem Hemd gilt der einfache Konten als jung und modisch.

Ursprünglich aus England stammend wird er auch four-in-hand genannt. Die Londoner Kutscher des 18. Jahrhunderts haben ihre Halstücher einfach gebunden zum Schutz vor Wind und Nässe. Four-in-hand, weil meist vier Pferde angespannt waren (4 Zügel in der Hand).

Adel verpflichtet

 


Jeder Mann, der bei der Bundeswehr dienen musste, wurde mit diesem Knoten konfrontiert. Der doppelte oder große Windsorknoten wurde nach dem Herzog von Windsor benannt, der diesen Knoten so populär machte. Mit seiner perfekten Dreiecksform und dem großen Volumen ist er besonders für weit gespreizte Hemdenkragen geeignet, z.B. dem Kentkragen oder dem Haifischkragen



Der Gängige

 


Nicht ganz so symmetrisch, dafür etwas schmaler ist der einfache Windsorknoten. Er hat immer noch ein ansprechendes Volumen, eignet sich allerdings besser für große Männer, da er eine Schlingung weniger braucht und der Krawatte dementsprechend ca. 4 cm mehr Länge läßt.

Einfach doppelt gut

 


Männer, denen die Krawatte immer etwas zu lang ist, fahren gut mit dem Prince Albert- oder Doppelknoten. Die Steigerung des einfachen Knotens erfolgt durch eine weitere Wicklung. So wird der Knoten deutlich volumiger und länger. Schmale geschmeidige Krawatten sind hierzu besser geeignet als füllige oder raue Stoffe.

Der richtige Dreh

 


Der Kentknoten kommt mit der geringsten Anzahl von Schlingungen aus. Dementsprechend klein, wird er gern für volumige Krawatten genutzt oder erfreut sich bei großen Männern steigender Beliebtheit. Trotz geringer Schlingungen ist er nicht einfach zu binden, denn ohne den gewissen Dreh sitzt er einfach nicht.